Tag Archives: gewalt

Gewaltprävention Kurse Berlin

Selbstverteidigung in Berlin

Gewaltprävention  – wir verstehen es anders!

Gewaltpräventive Strategien im Kindes- und Jugendalter sind überwiegend täterbezogen. Ansätze, die Kinder und Jugendliche als Opfer von Gewalttaten in den Mittelpunkt stellen, sind – sieht man einmal vom Handlungsfeld Familie und teilweise der Polizei ab – dagegen kaum zu finden. Dabei ist zu bedenken, dass mehr Kinder und Jugendliche Opfer von Gewalt als Täter sind. Diese Perspektive wird insbesondere bei jugendlichen Opfern häufig vernachlässigt.

Damit geht aber gleichzeitig auch das Risiko einer Entgrenzung der Gewalt- und der Präventionsbegriffe einher. Damit verbunden ist oftmals eine problematische Beliebigkeit, weil Projekte, Maßnahmen und Angebote, die in der Hauptsache andere Zielsetzungen verfolgen, umetikettiert werden und zu gewaltpräventiven Maßnahmen mutieren, ohne deutlich machen zu können, inwiefern sie nachvollziehbar und zielgerichtet einen Beitrag zur Reduktion von Gewalt im Kindes- und Jugendalter leisten.

Unser Gewaltpräventionsprogramm für Kinder und Jugendliche wird in drei Säulen dargestellt:

  • Vorbeugung und Deeskalation
  • Selbstbehauptung
  • Selbstverteidigung

Unser Gewaltverständnis bietet ausbalancierte Präventionsmaßnahmen sowohl für Opfer als auch für Täter!

Die bestehenden, auf Gewaltopfer bezogenen Angebote konzentrieren sich vor allem im Zusammenhang mit innerfamilialer Gewalt auf Kinder oder sprechen – als »traditionelle« Opferhilfe mit ihrer Kommstruktur am einzelnen Individuum orientiert – eher Erwachsene an. Wenn Jugendliche dagegen Opfer von Gewalt (häufig von Gleichaltrigen im eigenen Sozialraum) werden, fehlt es an Angeboten, an die sie sich niedrigschwellig wenden können. Kein Jugendlicher möchte gerne als Opfer adressiert und so auf diese insbesondere von den männlichen Gleichaltrigen sehr negativ besetzte Rolle festgelegt werden. Hier ist vor allem die Kinder und Jugendhilfe gefordert, geeignete Ansätze zu entwickeln, die diese Jugendlichen auch in gruppenbezogenen Angeboten erreichen und unterstützen können. Ein wichtiger Ausgangspunkt ist dabei, sich mit den Begriffen »Opfer« und »Loser«, die von den Jugendlichen als stark abwertende und demütigende Schimpfwörter verwandt und verstanden werden, auseinanderzusetzen.

Die gewaltpräventiven Strategien sind bislang meist von einem Dualismus geprägt: Auf der einen Seite die (verurteilenswerten, bösen) Täter, auf der anderen Seite die (unschuldigen, armen) Opfer.

Diese Konstellation ist zwar auch vorhanden, aber häufig ist gerade im Jugendalter die Konstellation vorzufinden, dass dieselbe Person sowohl Täter- als auch Opfererfahrungen hat. Damit greift dieser Dualismus viel zu kurz und wird den komplexen Hintergründen nicht gerecht. Empirische Forschungen zeigen erstens, dass jugendliche Gewalttäter häufig zuerst auch Opfer von Gewalt geworden sind, zweitens, dass sich häufig erst im Verlauf von gewalttätigen Interaktionen zwischen Jugendlichen entscheidet, wer später als Täter oder als Opfer gesehen wird, und dass drittens, das Viktimisierungsrisiko von jugendlichen Gewalttätern ebenfalls besonders hoch ist.

Präventive Strategien müssen unter dieser Perspektive von der Zuweisung starrer Opfer- und Täterrollen so weit wie möglich Abstand nehmen und von den Gewalterfahrungen von Kindern und Jugendlichen ausgehen.

Begriff „Gewalt“ und Formen der Gewalt

Selbstverteidigung in Berlin

Wer von Gewalt spricht, sollte allen Formen der Gewalt besondere Aufmerksamkeit zu widmen. In der Bundesrepublik Deutschland nehmen dabei in den letzten 15 Jahren vor allem rechtsextrem, antisemitisch und fremdenfeindlich motivierte Gewalttaten Jugendlicher eine besondere Rolle ein (vgl. Heitmeyer/Müller 1995; BMI 2006).

Ab Mitte der neunziger Jahre des letzten Jahrhunderts erweiterte sich der Blick auf die Vielschichtigkeit von Gewaltphänomenen im Kindes- und Jugendalter. Inzwischen werden sowohl häusliche und psychische Formen von Gewalt mit eingeschlossen. So sind „neue“ Formen von Gewalt benannt worden: Mobbing, Bullying oder Stalking werden öffentlich diskutiert und als Herausforderung für pädagogische Fachpraxis, Polizei, Justiz und Politik dargestellt.

Zu den wichtigen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen im Umfeld der Gewaltprävention im Kindes- und Jugendalter gehören zweifelsohne die Medien, genauer gesagt jene Medien, die vorrangig von Jugendlichen genutzt werden, und dies sind heute primär das Internet, mp3- bzw. mp4-Player, Handys, DVDs und Computerspiele für den PC oder eine der zahlreichen Konsolen. Handys mit der Fähigkeit, kurze Videosequenzen wiederzugeben und zu kopieren, waren die Grundlage für die Verbreitung so genannter Snuff-Videos, kurze zum Teil äußerst brutaler Videoszenen. DVDs und noch mehr das Internet sowie eine Reihe von Computerspielen sind hier insofern zu erwähnen, als sie Gewaltszenen Jugendlichen beliebig oft und in allen Varianten zugänglich bzw. Virtuelles Gewalthandeln zum Gegenstand von Spielen und Wettbewerben, z. B. im Rahmen von so genannten LAN-Parties, machen.

Den polizeilichen Statistiken zufolge nimmt die Gewaltbereitschaft unter Kindern und Jugendlichen zu: Kinder und Jugendliche werden immer gewalttätiger, die Brutalität unter Kindern und Jugendlichen nimmt immer mehr zu und die Täterinnen und Täter werden jünger.

Früh hat sich in Deutschland die Erkenntnis durchgesetzt, dass Gewaltprävention eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist und deshalb Kooperation eine zentrale Voraussetzung für gelingende Gewaltprävention darstellt. Im Laufe der Jahre sind zwischen den unterschiedlichen Organisationen bzw. Institutionen (vor allem Kinder- und Jugendhilfe, Polizei und Schule) und Personen eingefahrene Abgrenzungen und Abneigungen abgebaut worden. Es entstanden neue Formen der Zusammenarbeit und Gremien. Die kommunalen Kriminalpräventiven Räte oder Runden Tische sind die meist verbreiteten Beispiele dieser neuen Entwicklungen und Ausdruck veränderter Einstellungen. Die Zusammenarbeit und die dadurch herausgeforderte Klärung der jeweils eigenen Aufgaben und Zuständigkeiten haben entscheidend zu einer Verbesserung der Fachpraxis beigetragen. »Kooperation Schule und Jugendhilfe«, »Kooperation ugendhilfe und Polizei«, »Kooperation Polizei und Schule« oder »Kooperation Justiz und Jugendhilfe« etc. sind keine exotischen Tagungsthemen mehr, sondern großteils selbstverständlicher Bestandteil des professionellen Alltags in den jeweiligen Handlungsfeldern geworden. (Deutsches Jugendinstitut München, Strategien der Gewaltprävention im Kindes- und Jugendalter, Band 2007)

Gutscheine bestellen: ansheff@gmx.de / 030 – 91569418

Kinderkurs in Berlin Wilmersdorf-Charlottenburg für 5-9 – jährige

Kursanfang: jeden Freitag um 16:45 (Voranmeldung erforderlich!)
Ort: Sächsische Str. 39, 10713 Berlin Wilmersdorf - Charlottenburg
Kursdauer: 3 Monate, 1 Mal pro Woche – nur Freitags um 16:45 Uhr. Ein Unterricht dauert 1 Stunde.
Kosten: 120€ (3 Monate)

Kinderkurs in Berlin Wilmersdorf – Charlottenburg für 10-13 – jährige

Kursanfang: jeden Donnerstag um 16:45 (Voranmeldung erforderlich!)
Ort: Sächsische Str. 39, 10713 Berlin Wilmersdorf - Charlottenburg
Kursdauer: 3 Monate, 1 Mal pro Woche – nur Donnerstags um 16:45 Uhr. Ein Unterricht dauert 1 Stunde.
Kosten: 120€ (3 Monate)

Referenzen

- Barlife Experience Tour
- Seniorenzentrum “Haus am Loeperplatz“
- Tandem BQG
- Schilling Schule Berlin
- BGI Berliner Gesellschaft für Integration mbH
- Restaurant Do De Li
- DRK – Deutsches Rotes Kreuz Berlin Süd
- Julia Charlotte Richter Kunstprojekt
- Hans-Fallada-Schule
- Moser Schule Berlin
- Wilhelmstadt Schulen
- Haus am Loeperplatz II
- NBB Netzgesellschaft
- Allgemeiner Grund & Boden Fundus Investment GmbH
- GASAG
- H&M